Zwei Wochen in Bracciano und Rom ab 17.09.2011

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Flora
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Re: Zwei Wochen in Bracciano und Rom ab 17.09.2011

Beitrag von Flora »

Mittwoch, 28. September - 12. Tag, ein ruhiger Tag in Bracciano

Dies war ein Ausruhtag mit gemütlichem Bummel durch den Ort, allerdings auch der Suche nach einem Ersatz-Kaffeekocher.

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Rathausplatz

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Soldaten- und Gefallenendenkmal

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Rathaus

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Brunnen auf dem Rathausplatz

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Cappuccino

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Natürlich fanden wir auch eine Caffettiera, und ist der Ort auch noch so klein, gibt es für die Einheimischen Geschäfte zur Deckung des alltäglichen und Haushaltsbedarfs - man muss nur gut suchen. In unserem Falle war es ein klassischer Eisenwarenladen (zu Hause bereits ausgestorben), wo der Inhaber/die Bedienung sich leise über unser Ansinnen (Ersatz für zerstörten Kaffeekocher in der Ferienwohnung!) amüsierte. [Das war einer der drei freundlichen Menschen in Bracciano!]

Sogar neue Topflappen konnten wir finden. Ein Geschäft, dass von der Straße aussieht wie ein Bekleidungsgeschäft, im Namen allerdings schon "casalinga" stehen hatte, entpuppte sich als rechter Kramladen.

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Gleich ausprobiert!

Am Nachmittag machte ich einen letzten fotografischen Rundblick über unsere durch und durch pittoreske Terrasse:

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Dank wuchernder Botanik ist von hier der Lago kaum zu sehen.

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Die Terrasse ist über eine Außentreppe zu erreichen.

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Allerlei Pflanzschalen stehen dort so vor sich hin :?

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Hat man sich im Dunkeln zurecht gefunden, erreicht man auch den Schalter für das Außenlicht.

Am Abend besuchten wir noch einmal die Aussichtsterrasse "Belvedere della Sentinella":

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Bevor unser Urlaub zu Ende ging, fuhren wir am nächsten Tag ein letztes Mal nach Rom - schließlich hatten wir den Petersdom noch nicht besucht!

Damit geht es dann morgen hier weiter... und jetzt "Borgia", Teil 2...

Saluti
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Flora
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Re: Zwei Wochen in Bracciano und Rom ab 17.09.2011

Beitrag von Flora »

Donnerstag, 29. September - 13. Tag, Rom und Petersdom

Letztmalig in Rom, der Besuch von St. Peter stand noch aus...

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Zunächst das Übliche: Schlange stehen, Sicherheitskontrolle. Aber es ging zügig voran.

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Wie bei bisher allen großen Sehenswürdigkeiten war auch in der Basilika alles voller Absperrungen, so dass der Besucherstrom geleitet bzw. auf Abstand gehalten wurde (vermutlich noch wird).

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Sogar diejenigen, die den Fuß der Statue des hl. Petrus berühren wollten, wurden geleitet und, falls sie zu lange verweilten, von Bediensteten weiter gescheucht. Ich glaube, dass ich unter diesen Bedingungen für die nächsten Jahre "satt" bin, was diese Mega-Sehenswürdigkeiten betrifft. (Nicht satt von Rom, das geht gar nicht.)

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Da ich die wirklich schönen Detailaufnahmen vieler Kunstwerke bereits in früheren Jahren gemacht hatte, beschränkte ich mich jetzt zumeist auf Ansichten, die hoffentlich die räumliche Größe wieder geben mögen.

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Wieder draußen schauten wir uns noch ein wenig um.

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Alles voller Absperrungen und Stühle - Aufbau für den nächsten Tag (Erntedank)?

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Wir bekam noch die Farbenpracht der Medici zu sehen...

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... und verließen schließlich diesen heiligen Ort seitlich durch die Colonnaden.

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Ein letztes Mal wollten wir im Borgo Pio die Souvenirgeschäfte durchstöbern und etwas essen.

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Liebe Leser, jetzt habt Ihr es fast geschafft! :lol: Nun fehlt nur noch unser "Kofferpacktag" in Bracciano nebst einigen allgemeinen "italienischen" Erfahrungen. Bis morgen.


Buona serata
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Befana
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Re: Zwei Wochen in Bracciano und Rom ab 17.09.2011

Beitrag von Befana »

Kannst du das nächste mal nicht ein bischen länger bleiben ?Dann haben wir auch länger zum lesen. :zwinker:

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Re: Zwei Wochen in Bracciano und Rom ab 17.09.2011

Beitrag von Marea »

Wirklich schön, die Berichte und Fotos! :)
Und viel unterhaltsamer und interessanter als so mancher professionelle Reisebericht. :zwinker:

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Flora
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Re: Zwei Wochen in Bracciano und Rom ab 17.09.2011

Beitrag von Flora »

@Befana:
Gerne, allein mir fehlt der Lottogewinn... :lol:

@Marea:
Danke!

Freitag, 30. September - 14. Tag, Kofferpacktag, ein paar allgemeine Gedanken

Unsere Koffer hatten wir vormittags schneller gepackt als angenommen, gefühlt lag mein Koffer knapp unter 20 kg. Für 6.00 Uhr früh wurde ein Auto mit Fahrer bestellt, um uns direkt zum Flughafen nach Fiumicino zu bringen - den Luxus erlaubten wir uns.

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Einen kleinen Spazierweg durch den Ort machten wir und im uns lieb gewordenen Ristorante aßen wir ein letztes Mal Pasta. Nun, wo wir kurz vor der Abreise standen, hatte man uns wohl als Stammkundschaft ins Herz geschlossen und war total freundlich zu uns - spätestens seitdem die Köchin (sie bediente zeitweise auch persönlich) der Cousine quasi aufgenötigt hatte, ihr den Rest der viel zu großen Pizza einzupacken "per portare via".

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Wir hatten uns in diesen zwei Wochen nach bestem Wissen und Können bemüht, Italienisch zu sprechen, was zum größten Teil verhindert wurde: Die Einwohner dieses Ortes waren überwiegend "maulfaul" bis unfreundlich (Ausnahme: der Eisenwarenhändler, die Restaurantköchin und der junge Mann in der Bar, wo wir deshalb bevorzugt Eis kauften)

Der Bahnhofsbedienstete am Fahrkartenschalter kann offenbar nur grunzen, die Bedienung an der Brottheke im Supermarkt war völlig unfreundlich, die KassiererInnen hatten uns einfach nicht zur Kenntnis genommen und während des Bezahlvorganges sich ungehindert weiter miteinander unterhalten. Höflichkeitsformeln will hier offenbar niemand hören, am Pizzaimbiss gaben nur alle kurz und knapp im Kommandoton ihre Wünsche auf und das Gekaufte wurde auf den Tresen geknallt. Das alles betrifft die Erledigungen, die ich (mit)gemacht habe, was die Cousine auf Einzelwegen erlebt hat, kann ich nicht beurteilen.

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In Rom sah die ganze Angelegenheit ein wenig anders aus. "Capitale" und an Touristen gewöhnt (Einnahmequelle par excellence!), wurden wir - sobald man uns miteinander hatte reden hören und dadurch wusste, dass wir Ausländer waren, gnadenlos auf Englisch abgefertigt. Da half auch kein noch so häufiger Gebrauch von "buongiorno, grazie, ciao" etc. (Immerhin: mit Englisch kommt man hier immer durch!) Ausnahme: der Gewürzhändler auf dem Campo de' Fiori - mit dem war es lustig!

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Allerdings, was wirklich klasse funktionierte, waren kleine Reklamationen. Wir wollten z.B. vor einer Trattoria nicht den zugewiesenen Tisch haben (direkt an der Straße) - Fußgängerzone hin oder her. Zwei Male bekamen wir nach dem Bezahlen den "Scontrino"nur auf hartnäckige Nachfrage ausgehändigt. Das funktionierte auf Italienisch hervorragend.

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Im Fußgängergetümmel von Rom ein Zauberwort: permesso. Das nützte hundertmal mehr als das Äquivalent unseres "Verzeihung" (scusi), wenn wir irgendwo durch wollten. Bei "permesso" hüpften alle sofort zur Seite!

Die Stunden, die wir mit F. verbracht hatten, waren mir auch sprachlich eine Bereicherung. Leider mit Verzögerung. Lange noch gingen mir Gesprächsteile durch den Kopf, von denen ich im Nachhinein dann wusste, wie ich etwas richtig hätte sagen müssen - ich hatte halt nur immer schnell reagieren müssen. Aber besser spät als nie!

Diese letzten beiden Fotos...

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... zeigen ein Gefährt, dass durch wohl jede Straße des Ortes fuhr. Mittels Lautsprecherdurchsagen wurde bekannt gemacht, dass ein Zirkus im Ort ist... mit Artisten, Clowns, Tieren und Musik. Die Tiere auf dem Anhänger waren allerdings aus plastica :lol:

Sonnabend, 01. Oktober - Zurück

Alles hatte sehr gut geklappt, der bestellte Fahrer war pünktlich zur Stelle. Das Koffergewicht war gut geschätzt, er brachte 19 kg auf die Waage - trotz allerlei Mitbringsel. Wir hatten einen sehr schönen Rückflug mit klarer (Aus-)Sicht und wunderbar netter Crew.

Von der Tochter in Empfang genommen worden. Gottseidank war hier auch feines Wetter, so fiel die Umstellung nicht zu schwer.

Ein paar Nachgedanken jetzt, wo mich der Alltag schon seit drei Wochen wieder hat:

Bracciano:
Kann man machen, muss man aber nicht. Ich hatte mir vom Wohnen in einer Kleinstadt vor allem Kontakt und Austausch zu und mit Einheimischen erhofft - auch als lebendiges Sprachtraining. Wie schon erzählt, hatten wir es überwiegend mit einem eher unfreundlich-abweisenden Völkchen zu tun.

Lago di Bracciano:
Sehr schön anzusehen, im September aber ohne jeden Freizeitwert. Bademöglichkeiten nicht vorhanden und das Seeufer - abgesehen von der Promenade - beidseitig versperrt durch Maschendrahtzaun und Privatgrundstücke.
In Anguillara ist der "begehbare" Teil bedeutend größer, leider aber auch total befestigt. Von Natur ist da nicht mehr so sehr viel übrig. Außer natürlich einem sehr schönen Panorama.
Das Befahren des Sees ist nicht möglich, so bald das einzige Schiff einen Maschinenschaden hat.

Rom:
ROM! Immer wieder schön, Touristenmassen hin oder her. Ich werde immer wieder hinfliegen, allerdings die Hauptanziehungspunkte Forum Romanum, Palatin, Colosseum und Petersdom meiden. Es gibt noch so viel zu entdecken.

So, liebe Foristi, das war mein Reisebericht.
Und jetzt mache ich mich startklar für das Konzert heute Abend von Mario di Leo.


Cari saluti
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lanonna
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Re: Zwei Wochen in Bracciano und Rom ab 17.09.2011

Beitrag von lanonna »

Liebe Flora,

dein Reisebericht war spannend und lebendig und gespickt mit so vielen schönen Fotos, dass ich mich immer wieder "mitten drin" fühlte. Und dann kamen die Erinnerungen auf. Am liebsten wäre ich gleich hineingestiefelt und hätte mit dir all die schönen Ecken besucht!.

Du hast mir viel Freude gemacht in einer Zeit, in der ich mich eigentlich mit viel Stress belastet fühlte. Dein Bericht war immer die herrliche Erholung und weckte nicht nur Erinnerungen sondern auch Reiselust.

Dafür danke ich dir von Herzen.

Cordialmente

Lanonna
Freunde wirst du viele lieben, wie es Muscheln gibt am Meer,
doch die Schalen, die dort liegen, sind gewöhnlich alle leer.
Autor unbekannt

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Flora
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Re: Zwei Wochen in Bracciano und Rom ab 17.09.2011

Beitrag von Flora »

Lanonna,
danke für deinen Kommentar. Auch dieses Mal wieder: gerne!
Saluti
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