Katzen

In unserer Hauptrubrik tauschen wir uns über all das aus, was uns momentan bewegt. :flag:
hpizzaleo
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Katzen

Beitrag von hpizzaleo » Samstag, 11.08.2012, 15:52

Hallo liebes Forum,
hier ist Heike aus Apulien, bin in Not, was jetzt. Ich habe ( Blödmann ich) angefangen die mageren Katzen in meinem Garten zu füttern. Wie jeder Tierfreund konnte ich nicht ansehen wie die armen Biester hungern nach Abschaffung der Bidone. Wie dem auch sei... eine lebt nun hier und hat jetzt auch drei Babies bekommen. Im September muss ich aber nach Hause.Wer hat Ahnung wie die danach klarkommen. Wenn die nicht klarkommen muss ich eine Lösung finden

in der Hoffnung auf Ratschläge

Heike

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Re: Katzen

Beitrag von Müüsli » Samstag, 11.08.2012, 16:47

Hallo Heike,
ja das war wirklich nicht gut und das nächste Mal verscheuchst Du sie besser aber ich kann Dich so gut verstehen. Meine Nachbarin hatte auch eine wilde Mutter mit ihren zwei kleinen bei sich im Haus aufgenommen und vor kurzem mit ihren 4 Hunden und den eigenen 4 Katzen für ein par Monate nach D mitgenommen.
Wenn Du einmal anfängst zu füttern - Du wirst sie nicht mehr los. Also das heisst, so weh es auch tut, Du musst sie sich selbst überlassen. Sie werden schon irgendwo Futter finden und sich zurechtfinden, das liegt in ihren Genen. Am besten Du gibst jetzt schon kein Futter mehr. Es ist ein Fass ohne Boden mit den Katzen, nicht nur hier in Puglia. da sie nicht sterilisiert werden, ein richtiger Teufelskreis und nur die sträksten überleben. Leider.

Viel Glück und Mut
Babsi
LG Babsi Bild

Es liegt in der menschlichen Natur, vernünftig zu denken und unvernünftig zu handeln.

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Re: Katzen

Beitrag von lanonna » Samstag, 11.08.2012, 17:14

Liebe Heike,

ich habe jahrelang eine kleine entzückende wilde Katzenfamilie gefüttert, die mir jedes Jahr 4 Kätzchen brachte. Zum Glück war ich nicht allein. Mein Nachbar machte schon seit Jahren die "Winterfütterung" und hat auch immer Familien für die Minis gefunden, die den Sommer überlebt haben - also nicht unter ein Auto gekommenoder von den wilden Hunden angegriffen worden sind.

Sie waren stark, meine Kleinen. Und Mamma Bambolina und Babbo Bambolino kamen immer wieder zu mir. Fangen ließen sie sich nicht. Vor dem Papa hatte ih auch ganz schön Respekt. Der hat seine Familie irre verteidigt. Streicheln durfte ich die Kleinen. Bambolina wurde sogar richtig knatschig, wenn ich das nicht machte. Nur sie selbst war immer rasch unter meinen Händen durch.

Nachdem wir unser Haus verkauft hatten und mein Nachbar mich in Sachen Fütterung beruhigte, erfuhr ich dann im letzten Jahr, dass mein geliebtes Elternpaar nicht mehr lebte, aber zwei ihrer Kinderchen bei den Familien ausgebüxt waren und unser ehemaliges Grundstück besuchten. Als ich dann Freunden das Haus zeigte, war gleich eine der kleinen Stromer da und ging mir um die Beine.

Glaube mir, sie sind stark, und sie überleben, weil sie mit ihrem Charme immer wieder Leute finden, de sie füttern. Ihr Überlebenswille ist immens - bloß der Abschied fällt schwer...

Nächstes Jahr sind sie wieder da, glaube mir!

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Re: Katzen

Beitrag von Marea » Donnerstag, 23.08.2012, 17:36

Wirklich vernünftig wäre es, die Katzen kastrieren zu lassen.
So ein Eingriff ist nicht teuer und schnell durchzuführen. Man kann sich auch mit Tierschützern vor Ort in Verbindung setzen.
Damit hilft man mit, viele neue Streunekatzen-Generationen und damit auch viel Leid zu verhindern.
Es ist eine ganz tolle Geste, mit der man etwas wirklich Sinnvolles erreichen kann.
Natürlich wird es trotzdem noch viele Streunekatzen geben, aber wenn man selbst verantwortungsvoll handelt kann man im Kleinen etwas tun und anderen vielleicht sogar ein Vorbild sein.

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Re: Katzen

Beitrag von lanonna » Donnerstag, 23.08.2012, 18:28

Da hast du natürlich Recht. Mir wäre es auch lieber gewesen, ich hätte sie einfangen und kastriren lassen können. Doch das ist uns leider nicht gelungen.

Wenn es so einfach wäre, hätten wir es gemacht. Die jungen Winzlinge, die ich anfassen durfte, waren noch zu klein. Und als sie ins richtige Alter kamen, waren wir nicht mehr da oder sie waren schon weitergereicht und dann sicher auch kastriert worden. Bei der Mama Bambolina wäre es nötig gewesen. Aber genau die konnte man nicht packen.

Unser Nachbar von damals hat es bei der einen oder anderen Katze geschafft. Und das fand ich schon einen Fortschritt.

Man kann an vielen Stellen im Kleinen etwas tun, und das begrüße ich - genau wie du - immer wieder.

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Re: Katzen

Beitrag von Marea » Donnerstag, 23.08.2012, 18:55

lanonna hat geschrieben:Da hast du natürlich Recht. Mir wäre es auch lieber gewesen, ich hätte sie einfangen und kastriren lassen können. Doch das ist uns leider nicht gelungen.
Bei "Wildkatzen" ist das natürlich schwierig. Ich würde auch nicht riskieren, Streunekatzen selbst einzufangen... da kann man leicht den Kürzeren ziehen.
Tierärzte können einem da oft weiterhelfen, da sie mit Tierschützern zusammenarbeiten, die normalerweise über Fallen verfügen mit denen man die Katzen einfangen kann. Meist werden die kastrierten Katzen dann schon am nächsten Tag wieder freigelassen.

Lanonna - die dennoch keine Katze hungern sehen kann
Ich auch nicht. Man hilft ja auch weder den Katzen noch sich selbst, wenn man die Tiere hungern lässt.
Bei Streunehunden ist es ja auch so, dass manchmal ein besonder "schlauer" Bürgermeister das Füttern verbieten will. Was soll das wohl bringen? Dass die Hunde dann noch hungriger sind und aggressiv werden. Oder glaubt man wirklich, sie würden verhungern und das Streunerproblem sei somit gelöst?
Bevor sie verhungern, schaffen sie es normalerweise dennoch, sich ein paarmal zu vermehren... und ihre Welpen (die, die überleben), auch wieder. Und dann hat man halt neue Generationen kranker, aggressiver Hunde.

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Re: Katzen

Beitrag von hpizzaleo » Freitag, 31.08.2012, 15:38

Hallo,
sorry, daß ich mich erst so spät zu Wort melde, aber die Katzen ( mittlerweile 5) halten mich ziemlich in Atem. Sebstverständlich Marea hast du recht, die müssen kastriert werden. Alles Andere ist verantwortungslos. Muß nur abwarten bis die kleinen abgestillt sind, dann werde ich meine kleine Wilde einfangen und sie zum Veterinario bringen. Die andere Wilde kriege ich leider nicht sie lässt sich nicht einfangen, bin mir auch nicht ganz sicher ob Männlein oder Weiblein, weil sie kommt nicht näher als 1m. Die Kleinen sind natürlich wunderschön, mein Herz ist schon schwer aber sobald die Mama nicht mehr stillt vermittel ich sie an Tierliebhaber. Für meine Abwesenheit habe ich für die verbliebenen Katzen diverse Katzensitter von denen einer gewiss jeden Tag für Katzenfutter, das ich natürlich in großer Menge hinterlasse, sorgen wird. Mist gestern hab ich einen streunenden Hund gesehen, der war echt in schlechter Verfassung. Leider habe ich ihn nicht erwischen können. Muss heute noch mal dahin.

bis dann

Heike

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