La Puglia a Berlino

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Re: La Puglia a Berlino

Beitrag von Marea » Mittwoch, 29.08.2012, 10:38

3. Ich habe bisher auch nichts von einer "Trullitherapie" gehört. Wenn du dich näher mit dem Thema "Therapien für Kinder und Jugendliche" befassen willst, wirst du erfahren, dass "Bastelarbeiten" (nagele mich nicht auf diesem Wort fest) oder "Werkeln" meist dazu gehören, allein schon um gestörten Kindern näherzukommen. So wurde uns erklärt. Die Trulli wurden nach der Fertigstellung auch verschiedenen genutzt, sowohl zu Einzelgesprächen als auch zu besonderen Aktivitäten. Da ich kein Therapeut bin, kann ich dir nicht mehr dazu sagen.
Ok... hab' ich dann wohl auch falsch verstanden. Ich dachte, Ihr hättet einen Vortrag dazu besucht und daher mehr darüber erfahren.
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Re: La Puglia a Berlino

Beitrag von Marea » Mittwoch, 29.08.2012, 23:15

Ich würde mich gerne noch weiter über das Thema "Trulloterapia" austauschen. Ich hab' heute viel darüber nachgedacht... die Idee, Trullis therapeutisch zu verwenden ist interessant. Interessant und skurril. Als so ganz nach meinem Geschmack. :zwinker:
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Re: La Puglia a Berlino

Beitrag von Done » Donnerstag, 30.08.2012, 10:19

Was die Trulli-Therapie betrifft: Es scheint mir eher ein "Zufall" zu sein, daß der Bildhauer Arnold Hertel gerade diese Häuserform verwendet hat (ich könnte mir vorstellen, daß die eher einfache Bauweise eine Rolle gespielt hat). Schwerpunkt seines Projektes "Kunst am Bau" war - meiner Meinung nach - der Versuch, die Jugendlichen selbst etwas bauen zu lassen um durch das Erfolgserlebnis deren Selbstbewußtsein zu stärken.

http://www.kunstplattform.biz/arnold-ul ... idorf.html
http://focusreha.de/focusreha/geschichte/

Der Zusammenhang mit der Präsentation der Region Apulien im Rahmen der Kulturtage erschließt sich mir auch jetzt immer noch nicht so ganz.
Nur weil Trulli typisch für Apulien sind? Naja...

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Re: La Puglia a Berlino

Beitrag von smart » Donnerstag, 30.08.2012, 11:40

Meta-Diskussion hierhin abgetrennt: http://forum.tiamoitalia.de/viewtopic.p ... 15&p=65641" onclick="window.open(this.href);return false;

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Re: La Puglia a Berlino

Beitrag von Marea » Donnerstag, 30.08.2012, 17:32

Done hat geschrieben:Was die Trulli-Therapie betrifft: Es scheint mir eher ein "Zufall" zu sein, daß der Bildhauer Arnold Hertel gerade diese Häuserform verwendet hat (ich könnte mir vorstellen, daß die eher einfache Bauweise eine Rolle gespielt hat). Schwerpunkt seines Projektes "Kunst am Bau" war - meiner Meinung nach - der Versuch, die Jugendlichen selbst etwas bauen zu lassen um durch das Erfolgserlebnis deren Selbstbewußtsein zu stärken.
Ok, das macht Sinn. Ich hab' in den letzten Tagen immer wieder darüber gegrübelt, warum man Trulli zur Psychotherapie einsetzt und konnte irgendwie keinen einleuchtenden Grund dafür finden.
Anfangs dachte ich ja, dass dieses Therapie-Trullidorf in Apulien steht und habe nach italienischen Infos gesucht. In der Tat gibt es eine "Trulloterapia", aber die klingt eher nach Wellnessanwendungen, die man als "Therapie zwischen Relax und Kultur" anpreist.
Faszinierend, für wie viele kuriosen Aktivitäten Trulli benutzt werden.
Der Zusammenhang mit der Präsentation der Region Apulien im Rahmen der Kulturtage erschließt sich mir auch jetzt immer noch nicht so ganz.
Nur weil Trulli typisch für Apulien sind? Naja...
Ja, das wundert mich auch. Aber vielleicht hat man das ja bei dem Vortrag, bei dem Lanonna und Paipli waren, erklärt.

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Re: La Puglia a Berlino

Beitrag von Ondina » Dienstag, 04.09.2012, 12:48

Wir hatten eine Einladung für die Eröffnungsveranstaltung am 5. August. Ich hatte mich darauf gefreut und wir waren da. Was da geboten wurde war mehr als dürftig. Ich war mächtig enttäuscht.

Man hatte einen Raum mit Fotos vollgehängt, es fehlte jede Hintergrundinformation zu den abgebildeten Regionen.
Name, Ort, Zeit basta. Da sieht man in vielen Trattorien in Berlin und in privaten Fotoalben mehr.
Im Museumsarchiv hatte man etwas gekramt und bäuerliche Geräte aus den dreißiger Jahren gefunden und diese lieblos in eine Vitrine gepackt, basta. Kein Informationen dazu, wie und wo und wann das benutzt wurde z.B.
Es wurde nichts über die Geschichte, die Kultur, das heutige Leben gesagt.

Im Museumsgarten dann die Rahmenveranstaltung. Es waren kulinarische Spezialitäten angekündigt. Vorgefunden haben wir dann einen Stand mit Focaccia von einem Nichtitaliener, der Ofen war kaputt, die Schlange 50m lang, die Focaccia gummiartig, lauwarm. Keine einzige Olive z.B., nicht mal ein Glas Wein bekam man, weil man an der langen Schlange für das lauwarme Gummibrot hätte stehen müssen.
Um Sitzgelegenheiten hatte sich niemand gekümmert. Im Gras sitzen war nicht möglich, es hatte eine Stunde vorher geregnet.
Die Musik war passabel, aber nicht das was angekündigt war.
Daruafhin habe ich entschieden, die andere Veranstaltung sausen zu lassen, die ich mir rausgesucht hatte.

Für die Menge Leute, die daran beteiligt waren (sie hatten sich alle in ihren Reden gegenseitigt gelobt) und die Zeit die zur Verfügung stand, echt blamabel. Warum man keinen Italiener aus der Region bittet, sich um die Verköstigung zu kümmern, ist mir ein Rätsel. Es gibt genug in Berlin. Schade um das Geld, dass der Förderverein des Museums zur Verfügung gestellt hat, muss ich sagen.
Vivere come se morissi il giorno dopo,
pensare come se non morissi mai!

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Re: La Puglia a Berlino

Beitrag von oma ivana » Dienstag, 04.09.2012, 13:06

Wie ein Thriller! :roll:
Und hat man den Eintritt bezahlen muessen? Oder nur die Gummi-Focaccia?
Eine seltsame Methode fuer die Promotion einer Ital. Region, wie Apulien!
Schade!!! :(

Buon Pomeriggio a tutti! :D :D :D

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